Case Study — Automotive Zulieferer

Aftermarket-Markenführung nach einer Mega-Fusion
Wenn im OE-Bereich alles klar ist — und im Aftermarket alles auf dem Spiel steht.

Faurecia und Hella fusionieren zu Forvia. Im OE-Bereich ist die neue Konzernmarke gesetzt. Doch im internationalen Aftermarket — mit Großhandel und Werkstätten als Kernzielgruppen — hängt jahrzehntelang aufgebaute Marken-Reputation an der Frage: Wie viel Hella bleibt? Lünstroth entwickelt die Strategie bis hin zur beispielhaften Struktur von Verpackungen und Websites.

Markenführung im Aftermarket – Forvia Hella Markenstrategie Großhandel Werkstatt

Auftraggeber

HELLA GmbH & Co. KGaA (heute FORVIA HELLA)

Branche

Automotive Zulieferer

Leistungen

Aftermarket-Markenführung, Markenarchitektur, Markenstrategie

Schwerpunkt

Architektur & Struktur

Die Ausgangssituation

Mit der Fusion von Faurecia und Hella zur neuen Konzernmarke Forvia (seit Februar 2022) war die Frage im OE-Geschäft schnell beantwortet: Die Erstausrüster-Kommunikation läuft unter Forvia. Doch der Aftermarket folgt einer anderen Logik. Großhändler und Werkstätten weltweit vertrauen auf die Marke Hella — ein Vertrauen, das über Jahrzehnte aufgebaut wurde und unmittelbar an Kaufentscheidungen, Listungspräferenzen und Markenloyalität hängt. Hinzu kam die Komplexität weiterer Marken im neu formierten Konzern: durch Akquisition verfügbare Marken wie Clarion sowie Joint-Venture-Marken wie Hella-Pagid. Die Herausforderung: eine Aftermarket-Markenstrategie zu definieren, die Konzernlogik und Marken-Reputation in Einklang bringt — ohne bewährtes Markenkapital zu verspielen.

»Im OE-Bereich zählt die Konzernlogik. Im Aftermarket zählt das Vertrauen — und das ist an den Namen Hella gebunden.«

Leitbefund des Projekts

Das Vorgehen

Lünstroth analysierte das Markenportfolio im Aftermarket-Kontext: Welche Marken haben welche Relevanz bei welchen Zielgruppen — regional und produktseitig differenziert? Welche Reputation ist übertragbar, welche nicht? Auf dieser Grundlage entstand eine differenzierte Markenstrategie, die die Hella-Marke im Aftermarket als primären Träger der Marken-Reputation sichert, die Konzernmarke Forvia einbettet, ohne sie aufzuzwingen, und für akquirierte Marken wie Clarion sowie JV-Marken wie Hella-Pagid klare Rollendefinitionen entwickelt. Die Strategie wurde bis auf die Ebene konkreter Umsetzungsbeispiele ausgearbeitet: beispielhafte Verpackungsstrukturen, Website-Architekturen und Kommunikationshierarchien für die internationalen Zielmärkte.

Hella Aftermarket Markenportfolio – Markenarchitektur nach Forvia-Fusion
Das Ergebnis

Eine klare Aftermarket-Markenstrategie, die Konzerninteresse und Markenkapital in Balance hält. Hella bleibt als eigenständige Marke im Aftermarket erhalten und erfahrbar — verankert in der Konzernstruktur, aber nicht davon überlagert. Die erarbeiteten Strukturen für Verpackung und digitale Präsenz schufen eine handhabbare Grundlage für die Umsetzung in den internationalen Märkten.

Forvia Hella Aftermarket-Markenführung – Verpackungsstruktur und internationale Zielgruppen
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